Neuerscheinung · Laser
Bambu Lab R1: der erste Laser von Bambu Lab mit 55 W CO₂ für 2.499 €, erste Tests
Bambu Labs erstes Gerät, das kein 3D-Drucker ist: geschlossener 55-W-CO₂-Laser, 600 x 300 mm, Klasse 1, automatische Strahlausrichtung. Daten, Preise, Tests.
Mit dem R1 hat Bambu Lab sein erstes Gerät herausgebracht, das kein 3D-Drucker ist. Es ist ein geschlossener CO₂-Laser zum Schneiden und Gravieren. Bisher gab es von Bambu Lab nur Lasermodule für den 3D-Drucker H2D. Vorgestellt wurde der R1 am 22. September 2026, seit Oktober wird ausgeliefert. Erste Besitzer berichten im Bambu-Forum von ihren Geräten.
Die wichtigsten Daten
| R1 laut Bambu Lab | |
|---|---|
| Laser | CO₂, 55 W, flüssigkeitsgekühlt |
| Arbeitsfläche | 600 x 300 mm, mit Förderband bis 600 x 3.000 mm |
| Schneiden (ein Durchgang) | 15 mm Sperrholz und 20 mm Acryl mit der mitgelieferten Linse, 18 mm Sperrholz mit optionaler Linse für mittlere oder lange Brennweite |
| Geschwindigkeit | bis 1.000 mm/s, Beschleunigung 20.000 mm/s² |
| Laserklasse | Klasse 1 im geschlossenen Betrieb |
| Air Assist | eingebaute Pumpe, 30 l/min bei 30 kPa |
| Software | Bambu Suite für Windows und macOS |
| Verbindung | Dual-Band-WLAN, USB |
| Maße, Gewicht | 940 x 560 x 200 mm, 33,5 kg |
Gravieren lassen sich laut Bambu Lab außerdem Glas, Keramik und beschichtetes Metall. Blankes Metall kann der CO₂-Laser nicht bearbeiten.
Was beim R1 neu ist
- Automatische Strahlausrichtung: Motorisierte Spiegel und ein Sensor richten den Laserstrahl laut Bambu Lab in etwa einer Minute aus. Bei anderen CO₂-Lasern ist das Handarbeit, für Einsteiger laut Bambu Lab bis zu einer Stunde.
- Kameras und Sensoren: eine Übersichtskamera für die ganze Fläche, eine Kamera am Laserkopf, ein Ziellaser und ein Laser zur Höhenmessung. Der R1 erkennt Konturen, etwa von Stickern, und misst gewölbte Oberflächen aus, laut Bambu Lab auch auf Glas und klarem Acryl.
- Vibrationskompensation, wie sie Bambu Lab aus seinen 3D-Druckern kennt. Laut Hersteller ist sie das erste Mal in einem CO₂-Laser eingebaut.
- Klasse 1 ohne Schutzbrille im normalen Betrieb, dazu Deckelstopp, fünf Flammensensoren, Not-Aus und Sicherheitsschlüssel.
Wichtig: Mit Erhöhungssockel (Riser Base) oder Förderband wird der R1 zu einem Gerät der Laserklasse 4. Dann sind eine CO₂-Schutzbrille und geschultes Personal nötig, Bambu Lab sieht das ausdrücklich nur für professionelle Nutzung vor.
Preise und Zubehör
Der R1 kostet in Europa laut Bambu Lab 2.499 € inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich Versand. Das Long Material Bundle mit Erhöhungssockel und Förderband kostet laut Notebookcheck 3.329 €.
Einzeln verkauft Bambu Lab Erhöhungssockel, Förderband, Drehvorrichtung für Zylinder, Linsen für mittlere und lange Brennweite, einen Encoder für eine Bewegungsgenauigkeit unter 0,1 mm auf 600 mm, den Luftreiniger E1 Pro und eine automatische Feuerlöschanlage. Gravieren auf anderen runden Formen als Zylindern soll später per Firmware-Update kommen, einen Termin nennt Bambu Lab nicht.
LightBurn 2.2 kann laut LightBurn G-Code für den R1 erzeugen, der dann über die Bambu Suite läuft. Eine direkte Verbindung mit allen Funktionen ist für LightBurn 2.3 angekündigt, ohne Termin.
Was die ersten Tests sagen
- Notebookcheck (10.10.2026): Einfache Einrichtung, automatische Ausrichtung und Fokus, saubere Schnitte und Gravuren, zuverlässige Gravur auf gewölbten Flächen und Betrieb ohne Netzwerk. Kritik gibt es am ungünstig platzierten Not-Aus, an der Objekthöhe von 59,8 mm ohne Sockel und am teuren Zubehör. Für den Funktionsumfang hält der Tester den Preis für fair. Gemessene Schnittfuge: etwa 0,18 mm. Laut Herstellerangabe ist der R1 mit 68 dB in 1 m Abstand deutlich lauter als ein 3D-Drucker.
- How-To Geek (22.09.2026, 9 von 10): einer der am einfachsten zu bedienenden Laser, sehr leichte Einrichtung, starke Schnitt- und Gravurleistung. Schwachpunkt ist der mehrstufige Ablauf in der Software.
Alle technischen Daten, das Zubehör und Vergleiche mit anderen CO₂-Lasern stehen im Datenblatt des R1 im Maker-Wiki.
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Bambu Lab R1