Meldung · 3D-Druck
Bambu Lab H3C im Test: Bestnoten für Tempo und TPU, Kritik an Höhe, Spülturm und Handarbeit beim Spulenwechsel
Die ersten Tests zum H3C sind da: 4,5 von 5 bei Tom’s Hardware, 5 von 5 bei TechRadar, 9 von 10 bei How-To Geek. CNC Kitchen hat fast 400 Stunden gedruckt.
Zeitgleich mit der Vorstellung des H3C sind die ersten Tests erschienen. Die Tester hatten den Drucker teils wochenlang. Der Tenor: der bisher vielseitigste Mehrfarb- und Mehrmaterialdrucker von Bambu Lab, aber groß, teuer und nur sinnvoll für alle, die oft mit vielen Farben oder Materialien drucken.
Wertungen
| Medium | Wertung | Kernaussage |
|---|---|---|
| Tom’s Hardware | 4,5 von 5, Editor’s Choice | druckte alles, was die Tester ihm vorsetzten |
| TechRadar | 5 von 5 | stark bei Mehrmaterial und gemischten Düsen, aber komplex |
| How-To Geek | 9 von 10 | bester Drucker für häufigen Mehrfarbdruck |
| CNC Kitchen | ohne Note | vielseitigster Bambu-Drucker, wohl die beste Wahl für sehr weiches TPU |
| China-Gadgets | ohne Note | bester Drucker, den die Redaktion bisher im Test hatte |
Was die Tester gemessen haben
- Wechselzeit: CNC Kitchen misst 6 bis 7 Sekunden, mit Außenkontur am Spülturm etwas über 10 Sekunden (beim H2C etwa 40 Sekunden). China-Gadgets kommt auf 8,8 Sekunden.
- Abfall: etwa 50 mg pro Wechsel laut CNC Kitchen, bei einem Druck mit über 4.000 Wechseln kamen fast 200 g Spülturm zusammen. How-To Geek druckte ein Modell mit 7 Farben und 3.595 Wechseln in 28 Stunden mit 225 g Spülturm. Für den H2C schätzte er 62 Stunden.
- TPU: CNC Kitchen druckte sogar TPU mit Shore 60A sauber mit dem 2,85-mm-Werkzeug.
- Kammer und Strom: 65 °C nach etwa 10 Minuten, beim Drucken von PLA etwa 175 W, bei ABS etwa 350 W (CNC Kitchen).
- Tempo: In echten Drucken laut CNC Kitchen nur etwa 10 Prozent schneller als H2C und H2D. Der große Gewinn kommt durch die schnelleren Wechsel.
Kritik
- Größe: Mit dem AMS 3H obendrauf ist der Drucker sehr hoch (How-To Geek: mit offenem Deckel etwa 1,25 m) und wiegt rund 36 kg.
- Spulenwechsel: Das Filament wird nicht automatisch zurückgespult, vor jedem Spulenwechsel muss man am Drucker entladen.
- Trocknen: Nur zwei der neun Plätze trocknen, ohne aktive Entfeuchtung.
- Spülturm: spart viel gegenüber Druckern mit einer Düse, ist aber weiterhin deutlich.
- Testgeräte: Tom’s Hardware testete mit Beta-Firmware und hatte ein klickendes Bauteil und ein Werkzeug, das sich in den Schläuchen verfing. China-Gadgets nennt einen Slicer-Fehler und ungleichmäßige Betttemperatur.
Für wen
Die Tester sind sich einig: Wer nur gelegentlich mehrfarbig oder mit zwei Materialien druckt, ist mit günstigeren Druckern wie dem H2D, X2D oder P2S besser bedient. Für viele Farben, viele Materialien und weiches TPU ist der H3C laut den Tests derzeit das stärkste Gerät in diesem Bereich.
Bambu Studio 2.9.1
Passend zum Start ist Bambu Studio 2.9.1 erschienen. Es unterstützt den H3C und erlaubt das Slicen mit verschiedenen Düsendurchmessern in einem Modell, jeder Bereich mit eigener Schichthöhe, zunächst nur für den H3C. Neu sind außerdem ein Profil für TPU 75A, die Funktion „Color Matching“ zum Mischen von Farben aus den geladenen Filamenten, Unterstützung für den Luftreiniger E1 sowie mehrere Sicherheitskorrekturen.
Nachtrag 04.11.2026: weitere Tests
- FauxHammer (Miniaturen- und Tabletop-Seite): 4,5 von 5, „der beste FDM-Drucker, den ich je benutzt habe“. Kritik: nur zwei Trockenplätze, keine Ethernet-Buchse, hintere Spulen schwer erreichbar, der neunte Platz ist das 2,85-mm-Spezialwerkzeug und kein normales Werkzeug, Hotend-Tausch mit drei Schrauben, geparkte Werkzeuge werden heiß. Am frühen Testgerät fiel ein Sensor aus, nach Bambus Anleitung war das behoben. Für Miniaturen aus einer Farbe bringt der Werkzeugwechsler laut Tester wenig.
- VoxelMatters: ohne Note, Fazit „das System ist grundsolide“. Ein Schuh aus mehreren TPU-Sorten lief fast 80 Stunden ohne Unterbrechung, bei einem kleinen Teil aus TPU 75A blieb das Filament einmal im Extruder hängen.
- Overclocking.com: Fazit „mit Abstand der beste 3D-Drucker auf dem Markt“. In fünf Vergleichsdrucken war der H3C 15 bis 48 % schneller als der H2D, am deutlichsten bei mehrfarbigen Minions aus PLA (1:47 statt 3:26 Stunden). TPU 75A lief schnell und ohne Verstopfung. Kritik: Einbau von BirdsEye-Kamera und PrintTools ist fummelig, und nur 2 der 9 AMS-Plätze trocknen gleichzeitig.
Geräte in dieser Meldung
Bambu Lab · 3D-Drucker
Bambu Lab H3C
Bambu Lab · 3D-Drucker
Bambu Lab H2C